Elektrisches Licht (1910)

Da Klein Bülten durch Verkauf der Ländereien und Erbauung der Schachtanlagen Betriebsgemeinde wurde, erhielt die Gemeinde auch elektrische Energie zu Licht- und Kraftanlagen. 

Den elektrischen Strom erhielt unser Ort durch ein unterirdisches Kabel von 10 000 Volt. Der Kabelgraben wurde von Tiefbauunternehmer Fritz Buchmann aus Peine ausgehoben; in der letzten Novemberhälfte (Bußtag) war das Kabel gelegt. Der Transformator wurde am Gemeindehause aufgestellt. Der Platz war bis dahin Eigentum des Kotsassen W. Wittig. Der Kaufpreis betrug 600 Mark. Die elektrischen Anlagen wurden von der Firma Siemens/Schuckert ausgeführt. Am 22. Dezember 1910 brannten die ersten Lampen. Am Christabend erstrahlten die meisten Häuser im Glanz des elektrischen Lichtes. Der Ort erhielt also als Weihnachtsgeschenk das so mit Spannung erwartete Licht. Durchweg funktionierte die Anlage tadellos. Die Abgabe betrug pro Kilowatt 17 Pfennig. Dieser Einheitssatz wurde aber bald auf 20 Pfennig pro Kilowatt erhöht, da der Stromverlust ein sehr hoher war.

Elektrisches Licht

Bezugsquelle: Ortschronik von Klein Bülten/Kreis Peine

Nach schriftlichen Aufzeichnungen in der Schulchronik, aus alten Akten und Urkunden der Gemeinde und des Kreises Peine und nach Erzählungen älterer Einwohner zusammengestellt von Konrektor Richard Schulze. Die Chronik schließt ab mit dem Jahre 1955 und wird von Jahr zu Jahr weitergeführt.